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Deckungsbeitrag pro Lkw berechnen: Welches Fahrzeug verdient Geld?

Umsatz allein sagt nichts. So ermittelt man den Deckungsbeitrag je Fahrzeug aus Erlösen, Fixkosten und variablen Kosten – und erkennt das Verlustfahrzeug früh.

Stand: 31.08.2026

Warum Umsatz die falsche Kennzahl ist

Das Fahrzeug mit dem höchsten Umsatz ist nicht automatisch das profitabelste. Eine alte Zugmaschine mit hohem Verbrauch und häufigen Werkstattaufenthalten kann trotz voller Auslastung Geld verlieren. Sichtbar wird das erst über den Deckungsbeitrag je Fahrzeug.

Die drei Ebenen

  • Erlöse – die Nettoumsätze aus allen Rechnungen, die dem Fahrzeug zugeordnet sind.
  • Variable Kosten – fallen nur an, wenn das Fahrzeug fährt: Diesel, AdBlue, Maut, Reifen, verschleißabhängige Wartung, gegebenenfalls Fährkosten.
  • Direkt zurechenbare Fixkosten – Abschreibung oder Leasingrate, Kfz-Steuer, Versicherungen (Haftpflicht, Kasko, Güterschaden), Fahrerlohn inklusive Lohnnebenkosten und Spesen.

Erlöse minus variable Kosten ergibt den Deckungsbeitrag I. Zieht man die direkten Fixkosten ab, steht der Deckungsbeitrag II – das ist der Betrag, den dieses Fahrzeug zur Deckung der Gemeinkosten und zum Gewinn beiträgt.

Was bewusst außen vor bleibt

Disposition, Büro, Geschäftsführung, Software – diese Gemeinkosten werden im Deckungsbeitragsansatz nicht künstlich auf die Fahrzeuge verteilt. Sie müssen aus der Summe aller Deckungsbeiträge gedeckt werden. Der Vorteil: Man verzettelt sich nicht mit Verteilschlüsseln und sieht sofort, welches Fahrzeug seinen Beitrag leistet und welches nicht.

Der Rechenweg pro Monat

  • Erlöse je Fahrzeug aus den zugeordneten Rechnungen summieren.
  • Variable Kosten aus Tankbelegen und Mautabrechnung dem Fahrzeug zuordnen.
  • Direkte Fixkosten (Rate, Steuer, Versicherung, Fahrerkosten) ansetzen.
  • Ergebnis = Deckungsbeitrag II je Fahrzeug.
  • Über alle Fahrzeuge summieren, dann Gemeinkosten und Zielgewinn abziehen.

Was man mit der Zahl anfängt

  • Das Verlustfahrzeug früh erkennen und über Ersatz oder Stilllegung entscheiden.
  • Die Preisuntergrenze für eine Tour bestimmen – unter dem variablen Kostenniveau lohnt keine Fahrt.
  • Eine Ersatzinvestition mit Zahlen begründen statt mit Bauchgefühl.

Im VL-Cockpit werden Rechnungen und Belege einem Fahrzeug zugeordnet; die Auswertung „Deckungsbeitrag pro Fahrzeug“ berechnet die Zahl daraus automatisch – ohne Fahrername oder Kennzeichen auf dem Kundendokument.

Kaufmännische Information, keine Steuerberatung

Dieser Beitrag fasst den Stand nach bestem Wissen zusammen und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Rechts- und steuerliche Fragen klärt Ihre Kanzlei; für die Umsetzung im Betrieb arbeiten wir mit ihr zusammen.

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